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Basis der PhysiotherapieLiegt in der lückenlosen Zusammenarbeit zwischen Tierarzt, Tierbesitzer und Tierphysiotherapeut. Der Tierarzt erstellt die Diagnose, therapiert und überweist zum Tierphysiotherapeuten. Tierkliniken bieten Physiotherapie manchmal bei stationärer Behandlung an (sollte unbedingt angenommen werden). Einzelne Tierärzte haben Spezialausbildung in TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Chiropraktik, Akupunktur oder Tierphysiotherapie und therapieren selbst, andere sind eher in der Allgemeinmedizin zuhause oder Spezialisten für Bildgebende Diagnostik, Chirurgie, Orthopädie oder Neurologie und ziehen es vor ihre Patienten zum Therapeuten zu überweisen. Tierphysiotherapie ist eine zeitintensive, mehrmalig bis oftmalige Angelegenheit, zu deren Anwendung viele Tierärzte in der Regel schlichtweg keine Zeit oder Ressourcen (Platz, Personal) haben. Der Tierphysiotherapeut bespricht die Anwendungsmöglichkeiten mit dem Tierarzt und informiert ihn regelmäßig über den Status des Tieres, den Behandlungserfolg sowie Änderungen im Therapieplan, und schickt das Tier bei auftretenden Problemen zur genauen Abklärung zurück. Er bespricht die zur Verfügung stehenden Therapien mit dem Besitzer und hilft ihm auch geeignete Heimanwendungen zu finden. Natürlich wendet er die Möglichkeiten der physikalischen Therapie, die er zur Verfügung hat, an. Der Tierbesitzer geht bei Verdacht auf Erkrankung oder nach Unfällen zum Tierarzt. Natürlich kann Tierphysiotherapie auch als Wellnessbehandlung genutzt werden, sinnvoller liegt ihre Aufgabe aber in der Rehabilitation nach akuten Erkrankungen, Unfällen oder chirurgischen Eingriffen, sowie zur Zustandsverbesserung bei chronischen Erkrankungen ( vor allem bei alten, geriatrischen Tieren) Ziel aller ist es den Zustand des Tieres zu verbessern, seine Rehabilitation zu beschleunigen und die optimale Lebensqualität wiederherzustellen.
Ziel der Physiotherapieist es die normale Funktionstüchtigkeit, das heißt Wiederherstellung von normalen, schmerzlosen Bewegungsabläufen und Gelenksfunktionen zu erreichen. Manchmal reicht ein Anstoß der körpereigenen Selbstheilungskräfte, manchmal muss man über mehrere Wochen regelmäßig Therapien. In einigen Fällen ist der Therapieausgang ungewiss, dann sollte man einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen wählen, in dem das Tier eine adäquate Reaktion zeigt. Ist davon nichts zu sehen, bringen weitere Behandlungen nichts. Das kommt allerdings nur selten vor, und der Besitzer wird schon bei Behandlungsbeginn über die ungünstige Prognose aufgeklärt. Tiere nach Unfällen/OperationenUnfälle kommen bei Tieren recht oft vor, häufig resultieren daraus Verletzungen des Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Bänder, Sehnen, Muskeln). In vielen Fällen erfolgt eine Operation, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Egal ob das Tier dann Maßnahmen zur Ruhigstellung wie Verbände, Orthesen oder bewegungseinschränkende Schlingen verordnet bekommt oder dauerhafte Maßnahmen wie Nägel, Schrauben und Platten chirurgisch angebracht werden müssen, was folgt sind immer Schmerzen (meist während der Aktivität), Mangel- oder Fehlbelastungen und meist typischen Schonhaltungen. Dem gilt es entgegenzuwirken, durch physiotherapeutische Behandlungen neue Bewegungsimpulse zu erzielen. Sie ermöglicht nicht nur Entzündungen zu lindern und so die chemische Komponente der Medikamente einzudämmen (das tut dem Gesamtorganismus gut), sondern auch etwaigen Muskelathrophien (Abnahme des Muskelumfanges durch die verminderte Muskelaktivität) mit passiven oder aktiven Therapien entgegenzuwirken. Da sich das Tier an Schonhaltungen sehr schnell gewöhnt und sie auch nach der Genesung oft beibehält, sollte man versuchen sie so schnell wie möglich zu mindern und so bald wie möglich auszuschalten. Tierärzte vollbringen wahre Wunder im Operationssaal und oft ist die körperliche Belastungsfähigkeit des Tieres nach chirurgischen Eingriffen fast oder ebenso hoch wie zuvor. Tierphysiotherapeuten betreuen die Nachbehandlung, sorgen dafür, dass sie schnell und möglichst schonend abläuft und gesunde Bewegungsmuster wiederhergestellt werden. Außerdem haben sie aufgrund ihrer Erfahrung die Möglichkeit eventuell auftretende Komplikationen rasch zu erkennen und den behandelten Tierarzt davon zu unterrichten. Je nach Schwere entscheidet dieser ob er therapeutisch eingreifen muss und ein Besuch bei ihm nötig wird. Orthopädische Operationen sind bei angeborenen Fehlstellungen nötig, die das Tier in der Bewegungsfreiheit einschränken. ( z.B. eine oder zwei Kunsthüften bei Hüftgelenksdysplasie). Dann kann der Tierbesitzer den Patienten schon vor dem Eingriff zum Tierphysiotherapeuten bringen, um gezielt Muskeln aufzubauen und, oder die körperliche Belastbarkeit erhöhen und einen soliden Grundstein für die nach der OP folgenden Rehabilitationsphase zu legen. Der Besitzer wird unter anderem auch beraten, welche Bewegungsabläufe er fördern soll und welche zu vermeiden sind. Dadurch kann die Rekonvaleszens nachhaltig beschleunigt werden, und das Tier sobald wie möglich ein gesundes Leben führen. Das geriatrische (alte) oder chronisch erkrankte TierChronische Erkrankungen des Bewegungsapparates treten bei jungen Tieren eher selten auf, sönnen und sollen physiotherapeutisch behandelt werden. Ältere Tiere leiden oft an Verkalkungen vor allem im Bereich der Gelenke, und an meist dadurch verursachten Bewegungseinschränkungen und andauernden oder immer wieder auftretenden Schmerzen. Leider ist es unrealistisch diese Tiere heilen zu wollen, man kann aber mit Physiotherapien eine nachhaltige Verbesserung erzielen. Schmerzen können gemindert oder zeitlich begrenzt ausgeschaltet , die Beweglichkeit vermehrt erhalten werden und die Notwendigkeit der Medikamentengabe gezielt eingeschränkt werden. Auch hier wird der Besitzer informiert, mit welchen Mitteln (Umschläge, Rotlicht, leichte Massagen usw.) er Unwohlsein verhindern kann. In der Regel ist bei alten Tieren während anhaltenden Schlechtwetterphasen, Kälte und Feuchtigkeit oder bei Änderung der Jahreszeiten ein größerer Schub d.h. ein Ansteigen zu erwarten, dabei schaffen physiotherapeutische Behandlungen rasch effiziente Abhilfe
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